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Alkohol-Tagebuch

Für einen kontrollierten Umgang mit Alkohol ist es wichtig, seinen eigenen Konsum genau zu registrieren. Dazu dient das Alkohol-Tagebuch. Das Tagebuch umfasst vier Wochen. Sie können es hier als PDF ausdrucken und für sich selbst testen. Tragen Sie Ihren Alkoholkonsum in den kommenden vier Wochen ein. Start ist der heutige Tag.

Die Eintragungen helfen Ihnen nicht nur dabei, Ihren Alkoholkonsum zu protokollieren, sondern Sie halten fest, warum Sie getrunken haben. All das, gibt Ihnen Aufschluss darüber, ob Sie Konsequenzen aus Ihrem Trinkverhalten ziehen müssen.

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Sucht-ABC

Alkohol

Eine der häufigsten Suchtkrankheiten ist die Alkoholsucht, die zu den psychischen Verhaltensstörungen zählt. Betroffene können einen Alltag ohne Alkohol nicht mehr meistern und „ertränken“ ihre Probleme im Rausch. Meist entwickelt sich die Abhängigkeit schleichend und wird lange Zeit geleugnet.

Alkoholmissbrauch

Alkoholmissbrauch ist jeder Alkoholkonsum, der zu körperlichen, seelischen und/oder sozialen Schäden führt.

In Deutschland liegt bei ca. 1,8 Millionen Menschen Alkoholmissbrauch vor.

Alkoholabhängigkeit

Von einer Abhängigkeit spricht man, wenn der Betroffene die Kontrolle über den eigenen Alkoholkonsum verliert. Der Übergang vom Missbrauch zur Abhängigkeit (Sucht) ist fließend.

In Deutschland sind ca. 1,6 Millionen Menschen abhängig.

Alkoholkonsum und Folgen

Im Schnitt trinkt jeder Deutsche jährlich einen Eimer voll reinen Alkohol.

An den Folgen des Alkohols sterben in Deutschland pro Tag ca. 200 Menschen.

Ambulanter Entzug

Ein Entzug(Entgiftung) kann entweder ambulant oder stationär erfolgen. Im ambulanten Entzug führt der Hausarzt den Entzug durch. Dabei werden meistens starke Medikamente eingesetzt.

Bekämpfung

Es gibt verschiedene Herangehensweisen zur Bekämpfung einer Sucht, da zwischen psychischer und physischer Sucht unterschieden wird. Oft reicht ein körperlicher Entzug nicht aus, um „clean“ zu werden, sondern muss mit psychologischer Beratung unterstützt werden. 

Computerspiele

Eine relativ neue Form der Sucht, die meistens unter Jugendlichen auftritt, ist die häufig diskutierte Computer(spiele)-Sucht. Gerade wurde eine Studie veröffentlicht, nach der ca. 14300 Jugendliche in Deutschland süchtig nach dem virtuellen Leben sind. Die Realität wird dabei oft stundenlang ausgeblendet, der Süchtige vernachlässigt Schule, Freunde und Hobbys.

Drogen

Drogen sind chemische Wirkstoffe, die auf das zentrale Nervensystem wirken und die Wahrnehmung, Stimmung, Verhalten und Denkvermögen beeinflussen können. Oft werden Drogen zuerst aus reinem Interesse konsumiert, später entwickelt sich eine körperliche und seelische Sucht. „Harte“ Drogen wie z.B. Heroin oder Kokain machen den menschlichen Körper durch die Wirkstoffe Morphin und Kokain sehr schnell stark abhängig. Der Konsum der meisten Drogen ist deshalb in Deutschland verboten.

Entgiftung/Entzug

Der Körper reagiert auf die ständige Zufuhr des Suchtmittels mit einer Anpassung seines Stoffwechsels. Es werden zunehmend größere Mengen „vertragen“ und benötigt, um noch die gewünschte Wirkung zu erzielen. Wird das Suchtmittel abgesetzt, kommt es zu unangenehmen bis schmerzhaften und manchmal sogar lebensgefährlichen Entzugserscheinungen, welche bei erneuter Einnahme wieder abklingen.

Die körperlichen Entzugserscheinungen werden klassischerweise mit starken Medikamenten behandelt, die gleichsam wieder ein Suchtpotential besitzen. Neuer Methoden, wie beispielsweise die Neuro- Elektrische Stimulation, kommen fast ohne Medikamente aus, sind nebenwirkungsfrei und nehmen durch die Ausschüttung von Glücksbotenstoffen den Suchtdruck weg. Man spricht auch vom sanften Entzug.

Den körperlichen Entzug nennt man Entgiftung, während der psychische Entzug als Entwöhnung bezeichnet wird.

Häufig spricht man vom Entzug und meint aber die Entgiftung, also den körperlichen Entzug.

Entwöhnung

die seelische Abhängigkeit zu überwinden und dauerhaft ohne Suchtmittel zu leben, ist der weitaus schwierigere Teil eines Entzugs .und wir im allgemeinen als Entwöhnungsprozess bezeichnet.

Essstörung

Es gibt viele verschiedene Formen der Essstörung, darunter Magersucht, Bulimie, Esssucht und die sogenannte „Binge Eating Disorder“. Die Auslöser sind psychische Probleme wie Unzufriedenheit mit sich selbst oder Schockerlebnisse. Betroffene sind kaum noch in der Lage normal und mit Genuss zu essen, sondern hungern oder erbrechen bzw. haben regelmäßig Essattacken. Wer unter der Binge Eating Störung leidet, hat kein Hunger- oder Sättigungsgefühl, isst aber große Mengen Nahrungsmittel als Ersatz von Aufmerksamkeit, Anerkennung und Trost.

Folgen

Unter welcher Sucht auch immer jemand leidet – sie wirkt sich auf den ganzen Menschen aus und dringt nach und nach in alle Lebensbereiche. Abgesehen von der körperlichen Schädigung durch die Einnahme von Substanzen, verschiebt sich bei Betroffenen auch der gesamte Lebensinhalt und richtet sich auf die Sucht aus: Soziale Kontakte brechen ab, Depressionen entstehen, finanzielle Probleme treten auf und der Süchtige ist nicht mehr in der Lage, im Alltag zu bestehen.

Glücksspiel

Glücksspiel kann süchtig machen. Was als gelegentliches Lotto-, Glücksspielautomaten- oder Pokerspielen beginnt, kann sich langsam und unbemerkt in eine wirkliche Sucht verwandeln, da es keine körperlichen Anzeichen für diese Form der Abhängigkeit gibt. Der Spielende setzt höhere Beträge, geht größere Risiken ein und ist überzeugt, das verlorene Geld durch weiteres Spielen wieder zurückgewinnen zu können. Es kommt trotzdem zum finanziellen Totalverlust, wenn der Betroffene nicht rechtzeitig Hilfe bekommt.

Hypnose

Verschiedene alternative Heilmethoden wie die Hypnose sollen helfen, aus der Sucht auszusteigen. Viele Menschen berichten positiv über eine Hypnosebehandlung, die ihre Motivation gestärkt, ihnen die Angst vor der Zukunft genommen und ihnen die eigenen Stärken gezeigt habe. 60 bis 70 Prozent der behandelten Raucher, Alkoholiker und Übergewichtigen sind nach der Hypnosetherapie dauerhaft suchtfrei.

Ich-Sucht

Das auch als Egomanie bezeichnete Symptom ist als Krankheit anerkannt. Egomane Personen leiden unter dem Bedürfnis, stets im Mittelpunkt allen Handelns und Geschehens zu stehen, sie können sich nicht in andere Personen einfühlen und haben ein krankhaft-übertriebenes Selbstbewusstsein.

Joggen

Etwa ein Prozent der deutschen Bevölkerung leiden unter der sogenannten Sportsucht. Oft ist dabei Joggen die „Einstiegsdroge“, der Süchtige läuft bis zur völligen Erschöpfung, achtet nicht auf körperliche Stresssymptome und bekommt Entzugserscheinungen, wenn er nicht trainiert. Die Sucht nach Sport sollte ernst genommen werden, weil der Körper durch die zu hohe, ständig gesteigerte Anstrengung nachhaltig geschädigt wird.

Koffein

Als kaffeesüchtig werden Personen bezeichnet, die täglich mehr als vier Tassen Kaffee zu sich nehmen, da dies die gesundheitlich unbedenkliche Obergrenze ist. Besonders in Dienstleistungsbetrieben geben Betroffene aber an, bis zu 14 Tassen am Tag zu konsumieren, das Getränk wird wegen der anregenden Wirkung als „Wachmacher“ geschätzt. Oft äußert sich die Sucht nach Kaffee in Konzentrationsstörungen, Hyperaktivität, unkontrollierten Bewegungen und starken Kopfschmerzen bei Entzug.

LSD

Eine chemisch hergestellte Droge, die die akustische, visuelle und sensorische Wahrnehmung beeinflusst und das Zeitempfinden verändert. Während eines Trips hat man deswegen das Gefühl, in einer kurzen Zeitspanne unnatürlich viel von der Umgebung wahrzunehmen. Die Droge weist eine schwache Toxizität auf, birgt aber verschiedene Gefahren, z.B. kann eine sogenannte Drogenpsychose ausgelöst werden, die nicht immer heilbar ist.

Medikamente

Eine weit verbreitete Sucht ist die Abhängigkeit von Medikamenten. Ca. 1,5 Millionen Deutsche (ausgenommen Dunkelziffer) nehmen regelmäßig Schlaf- oder Beruhigungsmittel, um mit dem täglichen Stress fertig zu werden. Auch Schmerz-, Aufputsch- und Hustenmittel können zur Sucht führen und körperliche und seelische Schäden verursachen.

Nikotin

Die Gewöhnung und Abhängigkeit an den Stoff Nikotin stellt sich bei der Konsumierung von Tabakprodukten schnell ein. Das freigesetzte Nikotin gelangt über die Lunge ins Blut und von dort ins Gehirn, wo es die Aktivität von Nervenzellen beeinflusst. Das Belohnungssystem des Körpers wird stimuliert. Wer einmal mit dem Rauchen angefangen hat, greift immer wieder zur Zigarette, um sich entspannen zu können.

Online

Die Internet- oder auch Onlinesucht ist der Sucht nach Computerspielen sehr ähnlich. Betroffene beschäftigen sich allerdings nicht nur mit Spielen, sondern legen hauptsächlich ein virtuelles Leben in Chatrooms und sozialen Netzwerken an, das ihr echtes soziales Umfeld ersetzt. Durch die verzerrte Selbstdarstellung erscheint ihnen Chatten meist leichter als Unterhaltungen mit realen Personen. Sie verbringen deswegen viel Zeit vor dem Computer, vernachlässigen Grundbedürfnisse und bekommen Entzugserscheinungen, wenn sie nicht im Internet unterwegs sein können.

Putzsucht

Die Sucht danach zu putzen und ständig alles sauber zu halten ist eine Steigerung des gewöhnlichen „Putzfimmels“. Überwiegend sind Frauen davon betroffen und machen sich selbst nur am Sauberkeitsgrad ihrer Wohnung aus. Die Partnerschaft wird vernachlässigt und Kindern keine Anerkennung und Liebe gegeben, weil diese den perfektionistischen Ansprüchen ihrer Mutter niemals gerecht werden können. Oft endet eine Putzsucht im Burnout-Syndrom, wenn das Putzen zum einzigen Lebensinhalt geworden ist.

Ritzen

Die Sucht nach Selbstverletzung verbreitet sich immer mehr. Vor allem junge Mädchen schneiden sich die Arme mit Messern oder Rasierklingen auf. Betroffene geben an, Selbsthass unter Kontrolle bekommen zu wollen, die Einsamkeit zu überstehen oder das Gefühl zu haben, endlich existent zu sein, wenn sie sich ritzen. Sie empfinden dabei keine Schmerzen. Dank professioneller Hilfe gelingt es dennoch 70 bis 80%, wieder mit dem Ritzen aufzuhören.

Sammelsucht

Sammelsüchtige Menschen belohnen sich selbst damit, schöne Dinge zu kaufen und sich daran zu erfreuen, doch die Freude hält immer nur kurz und der Sammelnde muss etwas Neues erwerben. Meistens ist er bereit, große Geldsummen dafür auszugeben und alles andere zu vernachlässigen. Eine Unterform der Sammelsucht ist das Messie-Syndrom, bei dem Menschen alles Erdenkliche sammeln und sogar Müll in ihrer Wohnung anhäufen. Die Ursache dafür liegt nachgewiesenermaßen in einer hirnorganischen Störung.

Tanorexia

Bezeichnet die Sucht danach, sich zu bräunen bzw. braun zu sein. Durch verzerrte Selbstwahrnehmung fühlt sich der Betroffene blass und unattraktiv, ein Besuch im Solarium erhöht die Endorphinausschüttung. Folgeschäden übermäßigen Bräunens werden ignoriert und Entzug führt sogar zu Zitteranfällen und Übelkeit.

Ursachen

Eine Suchtkrankheit hat selten nur eine Ursache. Der familiäre Hintergrund und das soziale Umfeld kann das Risiko einer Sucht erhöhen, etwa wenn in einer Clique viel Alkohol getrunken wird und nur dazugehört, wer mittrinkt. Andere Faktoren wie mangelnde Liebe, Sicherheit, Unterstützung oder Anerkennung und das Fehlen von Strukturen im Alltag können genauso eine Rolle spielen wie Traumata in Kindheit und Jugend. Es ist bisher nicht möglich bestimmte Charaktereigenschaften zu bestimmen, die zur Sucht führen.

Vergiftung

Wenn durch zu häufigen Konsum die Toleranz einer Droge steigt und dadurch der erwartete „Kick“ ausbleibt, steigern Süchtige oft die Dosis oder mischen verschiedene Drogen, um die Wirkung zu verstärken. Da die meisten Drogen stark toxisch sind, treten dadurch Vergiftungen auf, die in vielen Fällen tödlich enden.

Workaholic

Die Arbeitssucht bezeichnet das Krankheitsbild eines Menschen, der süchtig nach Arbeit, perfekter Leistung und Anerkennung ist. Er übernimmt immer mehr Aufgaben und stellt sein Privatleben hinten an. Die Sucht sollte ernst genommen werden und behandelt werden, weil es zu Herzversagen, einem Herzinfarkt oder Schlaganfall durch Überarbeitung kommen kann.

Zucker

Das Belohnungszentrum im Gehirn wird unter anderem durch Zucker stimuliert, wodurch es zu einer Zuckersucht kommen kann, wenn man viel Zucker zu sich nimmt. Nach dem kurzen „Kick“ fällt der Blutzuckerspiegel sehr schnell ab, eine weitere Essattacke folgt. Außerdem tritt viel Zucker häufig in Verbindung mit anderen süchtig machenden Stoffen auf, wie bei Cola, Schokolade oder Karamell, was die Sucht verstärkt.